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keep going, girl, you gotta show what you've got

Zur Zeit sehe ich schrecklich aus, meine Haare liegen grundsätzlich nicht so, wie sie sollen und meine Haut macht Stress. Eine extra fette Make-Up Schicht ermöglicht mir, überhaupt noch raus zu gehen. Ich hasse es, das Gefühl zu haben, mich maskieren zu müssen.

Aber das ist im Grunde nicht so schlimm. Nicht SO schlimm.
Als schlimmer empfinde ich meine Gesamtverfassung zur Zeit. Ich kann mich wieder zu nichts aufraffen, über nichts von Herzen freuen, fühle mich ständig bedrückt, unfähig. Anders. Abgeschottet. Heute in der Schule wurde es mal wieder richtig schlimm, es hat mich alle Mühe gekostet, überhaupt mit den Leuten zu reden. Ich reagiere wegen jeder Kleinigkeit gereizt und fühle mich aggressiv, auch mir selbst gegenüber. Die Gefahr, dass mir in solchen Momenten nur gemeine bzw. zynische Kommentare über die Lippen gehen, ist zu groß. Da ist Schweigen schon besser. Leider wird dieses (eigentlich ziemlich richtig) als Desinteresse interpretiert und ironischerweise verstimmt es mich trotz meiner Laune, folglich außer Acht gelassen zu werden.

Ich kann mich in der Schule nicht konzentrieren, sitze nur die Zeit ab.
Zu morgen muss ich einen Vortrag ausarbeiten. Bis jetzt habe ich nichts gemacht. Am Mittwoch ist ein Plakat fällig. Bis jetzt: nichts.
Zu Morgen einen Bericht in Deutsch umschreiben. Vielleicht Test in Bio bei meiner Hasslehrerin überhaupt.

Wenigstens konnte ich letzte Nacht schlafen, und auch am Wochenende habe ich wieder ein bisschen Schlaf eingeholt, zwar nicht genug, aber immerhin. Die Letzte Woche war grauenhaft, höchstens (!) 4 Stunden Schlaf pro Nacht.
Aber seltsamerweise ging es mir teilweise besser. Der Übermüdungsrausch hat mich eingelullt, jetzt fühle ich mich nackt, überempfindlich und trotzdem seltsam stumpf und passiv.

Aber was bleibt mir übrig, als alle Pflichten wenigstens teilweise in Angriff zu nehmen, es zumindest zu versuchen?
Den Ausbruch für heute hatte ich schon, Fressanfall, kotzen, Heulkrampf, 2 Zigaretten geraucht (als eigentlicher Nichtraucher).

Jetzt müsste es mir einigermaßen möglich sein, zu handeln.
Ich hoffe, ich bin bis 19.30 Uhr fertig (sollte bei straffer Arbeitsleistung machbar sein), dann fange ich mit Entspannungsmaßnahmen an, die es mir ermöglichen sollen, genauso problemlos wie gestern einzuschlafen.

Wenn ich mir das hier durchlese fühle ich mich als 16-jährige schon ziemlich kaputt, ja, und ein bisschen muss ich schon wieder weinen, aber das hört gleich auf, versprochen.

 

 

 

26.1.09 17:42


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